geschichte

Die Geschichte der Hoffnung

Dies ist die Geschichte unseres Rudel, unserer Ideen und vielmehr eine Geschichte über das Leben. Tretet ein in unser Revier und wir werden sie euch erfahren lassen. Denn sie betrifft uns alle...

Mit einem "Vor langer, langer Zeit" anzufangen, wäre nervtötend. Das heißt aber nicht, dass es eine kurze, lustige Geschichte sein wird, die sich man locker runtererzählt. Aber theatralisch wird es noch genug, da muss man wenigstens anders anfangen. Als Erzähler dieser Geschichte begnügt sich man jetzt damit zu sagen: Es ist lange her. Und wie bei vielen alten Geschichten, die von Dingen berichten, die eigentlich nicht vorstellbar sind, erinnert sich kaum jemand - "kaum jemand" und nicht wie in dutzenden von Sagen "niemand", weil es sonst keinen Sinn geben würde, dass hier davon erzählt wird. Höchstens die Menschen würden sagen es ist vergessen, doch das liegt daran, dass sie die Sprache derer, die diese Geschichte wahren, nicht verstehen. Sie wollen sie häufig nicht verstehen, denn sie ähnelt ihrer nicht, ist unbekannt und deshalb fürchten sie es. Doch das Heulen der Wölfe ist keine Bedrohung, es ist eine Botschaft, die sich nur dem anvertraut, der bereit ist zu hören. Man muss die Augen schließen, um zu sehen...

Es gab eine Zeit, als Menschen diese Sprache kannten und das ist ein Teil der Geschichte. Sie erzählt auch von der Freiheit. Es ist der innere Drang der lebenden Wesen, etwas worauf sie hoffen - selbst wenn sie unerreichbar scheint, sie träumen für immer davon, auch wenn sie es manchmal nicht einmal bemerken, wie unglaublich stark sie sich danach sehnen. Genau genommen, bemerken sie manchmal eine ganze Menge nicht. Ein Mensch richtet sein Blick nicht immer auf die Ferne und in der Sicherheit welterfahren und überhaupt ein tolles Wesen zu sein, sieht er ja nicht mal über seine Nasenspitze hinaus. Erzählt man ihm was von Hoffnung, tönt er los, wie wichtig das doch wäre. Natürlich, er spricht aus, was man sagt, aber nicht, was er tief in seinem Inneren weiß.

Sie sprechen gerne vom Licht der Hoffnung, doch zum Licht gehören die Schatten, in denen die Träume erwachen. Und die Nacht ist es auch, wenn man die Wölfe hört, uns. Sie wissen von den Träumen und Hoffnungen, jedes Rudel, jeder einzelne Wolf, ganz egal welchem Ziel er sich verschreibt - sie alle träumen.

Einsam hört der Mond ihr Lied, das davon erzählt, würde irgendein menschlicher Peot vielleicht erzähen. Doch auch die sind nicht intelligenter als all die anderen. Ein romantisches Bild, aber was bringt es, wenn sich niemand darum kümmert? In Wahrheit liegt in diesem Ton das unbewusste Atmen der ganzen Welt; ein Seufzen, das sich in einem Klang fängt - klar und ungekünstelt. Und einige Menschen hören ihm zu. Diese Tatsache wird gern unter den Tisch gekehrt, denn den Menschen erscheint es nicht richtig. Mit ihren Vorstellungen von richtig und falsch haben sie ihr Leben verändert. Sie haben dem was möglich ist Grenzen gesetzt. Wer wagt es schon von der Hoffnung zu sprechen, darüber hinauszukommen? Absurd...

Sie verdrängten die Wölfe, zumindest glaubten sie das und diese zogen sich zurück. Sie gaben nach, das gestattete ihnen ihre Freiheit und es gab immer die Hoffnung auf eine Rückkehr. Aber auf diese Weise wurden die Lieder stiller, das Atmen der Nacht beschwerlich. Das Heulen bei Nacht war ihr Ausdruck des Seins, doch der Ruf nach Freiheit und Hoffnung war gewichen.

Es war ein eisiger Winter und auseinandergetrieben durch die vordringenden Menschen und eine sich wandelne Zeit spaltete sich ein Rudel. Man ging seine eigenen Wege und suchte sie in der Einsamkeit oder Bitterness und Zorn - es geschah oft und über manchen senkte sich Finsternis, in der es nicht außer der Dunkelheit gab. Ebenso dunkel sind ihre Ziele. Aber einige - erst wenige und schließlich schlossen sich ihnen andere Wölfe aus entfernten anderen Gebieten an - gaben diesem Drang nicht nach. Denn sie hörten auf ihr eigenes Lied...

Hier beginnt eigentlich die Geschichte und es ist unsere Geschichte. Hoffnungswölfe haben wir uns genannt. Denn auch in der Dunkelheit gab es einen Weg, einen, der hoch hinaus führt und egal ob man weiter nördlich, westlich oder sonstwo landet - überall am Himmel gibt es die Sterne. Dazwischen unendlicher Raum, der den Klang, den Ruf nach Freiheit aufnehmen kann. Und den Ruf nach Frieden.

Man sagt die Freiheit sei zu tun was man wolle und es wird sogar mit Gewalt durchgesetzt. Die Menschen sagen dann, dass Freiheit "herrschen" muss. Die Menschen haben einen seltsamen Sinn für widersprüchliche Äußerungen... Denn alles, was man braucht, sind Träume. Sie geben einem die Gewissheit, dass nichts vergebens ist. Das ist die Hoffnung. Die Hoffnung, dass wir es wagen können zu sein und dass Freiheit auch friedlich sein kann. Wir wollen den Ruf wieder erklingen lassen, wie ihn früher viele hörten. Als wir den Menschen als etwas großes und ehrvolles galten - so wie sie uns auch. All das in der großen Hoffnung, dass es wieder jemanden gibt, der dem lauscht.

Wer das Lied der Nacht hören will, der schließe seine Augen und er wird sehen. Wir lassen ihn eintreten und ein Teil unseres Rudels sein. Wir sind alle der Teil eines Ganzen, wenn wir gemeinsam mit unserem Atem in den Lebensruf eingehen.



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